Gas vs Strom: Was Ist Wirklich Billiger?
Gas vs Strom: Was Ist Billiger?
In Deutschland entscheiden sich viele Haushalte für Gas oder Strom – doch welche Option ist wirklich günstiger? Diese Frage beschäftigt Verbraucher:innen täglich.
Im Folgenden zeigen wir anhand aktueller Daten aus dem Jahr 2025, wie sich die Kosten beider Energiequellen vergleichen, welche Faktoren den Preis beeinflussen und wie du die günstigste Lösung für dein Zuhause findest.
Was kostet Gas aktuell?
Laut dem Deutschen Energieagentur (dena) lag der Durchschnittspreis für Haushaltsgas im Jahr 2024 bei etwa 0,12 bis 0,15 Euro pro Kilowattstunde (kWh), je nach Region und Vertrag. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr ergibt das jährliche Kosten zwischen 480 und 600 Euro. Fixkosten wie Anschlussgebühren oder Zuzahlungen können zusätzlich 20 bis 50 Euro pro Jahr betragen. Die Preise reagieren stark auf Rohgas-Märkte und internationale Lieferströme, weshalb Schwankungen möglich sind.
Wie viel kostet Strom in der Praxis?
Elektrizität ist für viele Haushalte die teurer als Gas. Der gesetzliche Grundpreis beträgt seit Januar 2023 39 Cent pro kWh, doch viele Tarife liegen höher – durchschnittlich zwischen 0,35 und 0,45 Euro/kWh. Bei einem Jahresverbrauch von 3.000 kWh bedeutet das eine Grundpreisbelastung von 1,17 bis 1,35 Euro monatlich. Strompreise hängen stark vom Anbieter, Tarifmodell (Festpreis, variabel, Ökostrom) und Verbrauchsgewohnheiten ab. Zudem fallen häufig Netzentgelte an, die je nach Übertragungsentgelt zwischen 5 und 10 Cent/kWh betragen.
Warum Gas günstiger sein kann – aber nicht immer
Ob Gas oder Strom teurer ist, hängt von vielen Faktoren ab: Verbrauchsmenge, Energieeffizienz der Geräte, Vertragsbedingungen und regionale Unterschiede. Gas dominiert Heizkosten, die oft den größten Posten ausmachen. Strom hingegen deckt Beleuchtung, Kühlschränke und kleine Elektrogeräte ab. Moderne Wärmepumpen können zwar Gas ersetzen, benötigen aber hohe Investitionen und gut isolierte Häuser. Zudem sind Strompreise in den letzten Jahren durch Förderung erneuerbarer Energien und Netzausbau stärker gestiegen als Gaspreise – allerdings mit regionalen Extrapolationen.
Effizienz und Langzeitkosten entscheiden
Neben den reinen Preisen beeinflussen Effizienz und Lebensdauer die Gesamtkosten. Moderne Heizkessel mit hohem Wirkungsgrad senken langfristig den Gasverbrauch. Gleichzeitig sparen Solaranlagen oder Wärmepumpen langfristig mit selbst erzeugtem Strom oder Wärme. Ein Vergleich zeigt: Obwohl Strom teurer erscheint, können gezielte Investitionen in Effizienz und Erneuerbare oft langfristig günstiger sein als feste Gasverträge mit steigenden Grundpreisen.
Tipps für die günstigste Energieentscheidung
Um die richtige Wahl zu treffen, empfiehlt sich ein detaillierter Kostenvergleich: Recherchiere aktuelle Tarife, berechne deinen Verbrauch, prüfe Förderprogramme (z. B. BAFA für Wärmepumpen) und erwäge Mischtarife oder Ökostrom mit transparenten Preisen. Nutze Online-Rechner, um Szenarien zu simulieren. Transparenz und individuelle Anpassung sind Schlüssel zu nachhaltiger Einsparung.
Fazit
Gas und Strom unterscheiden sich in ihrer Preisstruktur deutlich: Gas bleibt oft günstiger für Heizkosten, während Strom durch steigende Grundpreise teurer erscheinen kann. Doch langfristige Einsparungen hängen nicht nur vom Preis, sondern von Effizienz und Verbrauchsgewohnheiten ab. Informiere dich genau, vergleiche Angebote und setze auf moderne Technologien. So triffst du eine kluge Entscheidung — für deinen Geldbeutel und die Umwelt.
Beginne noch heute damit, deinen Energieverbrauch zu analysieren und das passende Angebot zu finden – für eine billigere Zukunft.