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Von Gas zu Fernwärme umrüsten: Kosten für Mehrfamilienhäuser 2025

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Von Gas zu Fernwärme umrüsten: Kosten für Mehrfamilienhäuser 2025

Von Gas zu Fernwärme umrüsten: Kosten für Mehrfamilienhäuser 2025

Die Energiewende verändert die Heizsysteme in deutschen Mehrfamilienhäusern grundlegend. Besonders der Umstieg von Gasheizungen auf Fernwärme gewinnt an Bedeutung – doch welche Kosten entstehen dabei? Dieser Artikel erklärt die aktuelle finanzielle Belastung, mögliche Förderungen und langfristigen Vorteile für Eigentümer und Mieter.

Warum Mehrfamilienhäuser auf Fernwärme umrüsten

Gasheizungen dominierten lange Zeit den Wärmebedarf im Wohnungsbau. Doch mit steigenden Gaspreisen und strengeren Klimazielvorgaben setzen immer mehr Kommunen auf Fernwärme als saubere Alternative. Der Umbau erfordert jedoch Investitionen in neue Anschlüsse, Heizungsanlagen und Netzanbindungen – besonders bei komplexen Mehrfamilienhausprojekten.

Typische Kosten für die Umrüstung

Die Gesamtkosten hängen von der Hausgröße, der Entfernung zur Fernwärmequelle und dem technischen Aufwand ab. Laut aktuellen Studien aus 2024 bis 2025 liegen die durchschnittlichen Kosten pro Wohnung zwischen 12.000 und 18.000 Euro. Dazu gehören:

  • Rohrleitungsinstallationen und Isolierung (3.000–6.000 €)
  • Neue Heizkessel oder Wärmeübertrager (5.000–9.000 €)
  • Elektrische Anpassungen und Steuerungstechnik (1.500–3.000 €)
  • Genehmigungen und Planungskosten (1.000–2.000 €)

Bei größeren Gebäuden (über 50 Wohneinheiten) steigen die Investitionen zwar, doch pro Quadratmeter sinken die Kosten oft durch Skaleneffekte.

Fördermöglichkeiten und finanzielle Entlastung

Deutschland unterstützt die Umstellung massiv. Seit 2023 fördert das Bundesprogramm für Energieeffizienz im Gebäudebestand Zuschüsse von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten – je nach Kommune und Ausbaustufe. Zusätzlich bieten viele Bundesländer und Kommunen regionale Programme mit zusätzlichen Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen.

Beispiel: Ein Umbau in einer Mittelstadt mit 40 Wohnungen kann laut Förderdaten rund 14.000 Euro gespart werden – bei einer Gesamtinvestition von 18.000 Euro. Die Restkosten lassen sich oft über langfristige Energiekosteneinsparungen von 30–50 % pro Jahr wieder ausgleichen.

Langfristige Vorteile und Wirtschaftlichkeit

Neben staatlichen Förderungen profitieren Eigentümer von stabilen Heizkosten unabhängig von schwankenden Gasmärkten. Fernwärme sorgt für gleichmäßige Wärmeversorgung und reduziert den CO2-Ausstoß erheblich. Für Mieter bedeutet der Umstieg mehr Planungssicherheit und Beitrag zu einer klimafreundlicheren Zukunft. Nach einer typischen Amortisationszeit von 7–10 Jahren wird die Investition wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll.

Fazit und Handlungsempfehlung

Die Umrüstung von Gasheizungen auf Fernwärme ist eine zukunftssichere Entscheidung für Mehrfamilienhäuser – trotz hoher Anfangskosten. Mit steigenden Förderungen und langfristigen Einsparungen wird der Umstieg finanziell attraktiv. Eigentümer sollten frühzeitig Experten konsultieren, Fördermöglichkeiten prüfen und sich über kommunale Programme informieren. Investieren Sie heute in eine saubere, stabile und bezahlbare Wärmeversage für morgen.